So bereiten Sie Ihre Garderobe auf den Herbst vor: 5 Schritte und ein wenig archetypische Inspiration

Nach diesem unglaublich heißen Sommer freue ich mich inzwischen tatsächlich auf den Herbst. Auch wenn der Gedanke an Mantel oder Regenjacke im Moment noch den spontanen Wunsch auslöst, sich ein weiteres Mal unter die kalte Dusche zu stellen, kann man langsam anfangen, über die Herbstgarderobe nachzudenken. 🙂

Während die einen noch im Urlaub sind und ihre Sommerkleider ausführen, können alle, die schon wieder zu Hause sind, ihre Garderobe ganz in Ruhe auf kühlere Abende, Wind, Regen und lange Herbstspaziergänge vorbereiten. Schließlich wollen wir nicht nur warm angezogen sein, sondern auch schön und stilvoll.

Herbstgarderobe planen

1. Machen Sie einen Herbst-Check im Kleiderschrank

Ja, schon wieder der Kleiderschrank. An ihm führt nun einmal kein Weg vorbei. Bevor Sie sich die neuen Kollektionen anschauen, lohnt es sich erst einmal herauszufinden, was bereits da ist und in welchem Zustand sich die Sachen befinden. Holen Sie Kleidung für den frühen und den späteren Herbst hervor und schauen Sie ehrlich hin: Was tragen Sie tatsächlich, und was wandert inzwischen im zweiten Jahr nur von einem Regalboden aufs nächste?

Legen Sie alles beiseite, was in die Reinigung, zur Änderungsschneiderei oder zur Reparatur muss. Oft wirkt eine Garderobe kleiner, als sie eigentlich ist, weil ein Teil der Kleidung momentan schlicht nicht einsatzbereit ist.

Entscheiden Sie auch gleich, was mit den Sachen passieren soll, die Ihnen nicht mehr gefallen: verkaufen, verschenken, weitergeben oder tauschen.

Von Dingen, bei denen Sie sich noch nicht ganz trennen können, die Sie aber auch nicht mehr tragen möchten, dürfen Sie sich zunächst eine kleine Übergangsfrist gönnen. Packen Sie sie im Schrank nach hinten und schauen Sie in zwei oder drei Monaten noch einmal darauf. Wenn Sie sie bis dahin kein einziges Mal vermisst haben, fällt die Entscheidung meistens deutlich leichter.

Und räumen Sie jetzt auch alles weg, was zu klein oder zu groß geworden ist. Umso mehr Platz bleibt für Dinge, die Ihnen wirklich passen und die Sie gerne tragen.

2. Schreiben Sie eine Einkaufsliste für den Herbst

Nach dem Aussortieren wird meistens ziemlich schnell klar, was tatsächlich fehlt. Ich würde die Einkaufsliste in zwei Kategorien teilen: „wirklich wichtig“ und „wäre schön“.

Je genauer Sie eine gesuchte Sache beschreiben, desto besser. Also nicht einfach „Pullover“, sondern zum Beispiel: ein feiner Strickpullover in einer bestimmten Länge, der zu diesem Rock passt und unter jenem Mantel funktioniert. Nicht einfach „Stiefeletten“, sondern dunkelbraune Schuhe, die zu zwei vorhandenen Hosen und zum Lieblingstrench passen.

Eine solche Liste hilft erstaunlich gut gegen spontane Käufe, die im Laden fantastisch aussehen und zu Hause plötzlich mit keinem einzigen Teil im Kleiderschrank etwas anfangen können.

3. Schauen Sie sich die Herbsttrends an und wählen Sie Ihre eigenen

Jeden Herbst bekommen wir eine neue Auswahl an Farben, Silhouetten, Schuhen, Prints und Accessoires präsentiert.

Die spannendste Frage ist dabei für mich weniger: „Was ist gerade Trend?“, sondern vielmehr: „Was davon kann meinen persönlichen Stil tatsächlich ergänzen?“

Passt der Trend zu Ihrer Erscheinung, Ihrem Alltag, Ihrer Farbpalette und zu den Kleidungsstücken, die Sie bereits besitzen?

Manchmal braucht es gar keine komplette Veränderung. Ein neuer Farbton, eine andere Taschenform, besondere Schuhe, ein paar interessante Prints oder ein Schmuckstück können ausreichen, um die eigene Garderobe aktueller wirken zu lassen und zugleich die persönlichen Archetypen stimmig sichtbar zu machen.

4. Bestimmen Sie die Farbpalette für Ihren Herbst

Eine Herbstgarderobe muss nicht jedes Jahr aus derselben Kombination aus Beige, Schwarz und Bordeaux bestehen. Manchmal genügt ein einziger neuer Farbton, damit bekannte Kombinationen plötzlich wieder wie neu aussehen.

Das kann ein kühles Hellblau sein, ein tiefes Grün, dunkle Schokolade, Tintenblau, ein Beerenton oder Rostrot. Entscheidend ist, dass sich die neue Farbe mit mehreren Dingen kombinieren lässt, die bereits in Ihrem Kleiderschrank hängen.

5. Werfen Sie einen Blick auf die letzten Schlussverkäufe

Das Ende des Sommers und der Beginn des Herbstes sind eine gute Zeit, um Teile aus den Frühjahr- und Sommerkollektionen zu kaufen, die sich wunderbar im September und Oktober tragen lassen.

Im Schlussverkauf findet man häufig feinen Strick, Trenchcoats, leichte Mäntel, Cardigans, Röcke, Jeans, Taschen und Schuhe für den frühen Herbst.

Die Auswahl ist natürlich kleiner als zu Beginn des Sales. Dafür taucht gerade in den letzten Wochen manchmal genau das Teil auf, das man später jahrelang trägt.

Woher kommt die Inspiration für eine Herbstgarderobe?

Gestern habe ich einfach ein wenig durch meine archetypischen Stil-Karten geblättert. Eine halbe Stunde später holte ich inspiriert bereits meine Samthose aus dem Schrank und bestellte Loafer in dunklem Schokoladenbraun.

Herbstgarderobe planen

Dazu möchte ich Hellblau und die tiefen Beerentöne kombinieren. Ich suche Inspiration für meine Garderobe nicht nur bei Trends oder auf Pinterest. Mir ist es wichtig dieses Gefühl, mit dem ich durch eine Saison gehen möchte, zu erkennen.

Persönlicher Stil im Herbst kann edel und intellektuell wirken, gemütlich, rebellisch, bohemisch, streng oder romantisch. Und Kleidung kann dieses Gefühl sehr gut unterstützen. Meine archetypischen Stil-Karten helfen dabei, genau dieses persönliche Herbstgefühl überhaupt erst zu finden und zu verstehen.

Wenn Sie im Moment noch gar nicht wissen, was Sie in diesem Herbst tragen möchten, beginnen Sie mit einer kleinen Übung.

Legen Sie drei bis fünf Dinge vor sich, von denen Sie jetzt schon wissen: Diese Sachen sollen mich durch die nächsten Monate begleiten. Das sind meistens Teile, zu denen Sie immer wieder greifen. Das können eine Hose, ein Blazer, Stiefel, ein großer Schal, Ohrringe, eine Tasche oder der Lieblingspullover sein.

Was haben diese Kleidungsstücke gemeinsam? Ist es die Farbe, die Oberfläche, die Stimmung, die Linienführung, eine gewisse Strenge oder Weichheit? Welche Art von Alltag stellen Sie sich darin vor und was möchten Sie gerne noch dazu kombinieren?

Aus drei bis fünf solchen Lieblingsstücken lässt sich häufig leichter eine Herbstpalette und sogar eine sinnvolle Einkaufsliste entwickeln.

Die archetypischen Stil-Karten können dabei eine Richtung vorgeben. Sie zeigen, wonach Sie sich gerade sehnen, welche Facette Ihrer Persönlichkeit mehr Raum bekommen möchte und welche Farben, Materialien und Details Sie in dieser Saison gerne tragen möchten. Und das machen wir zusammen im Rahmen einer Stilberatung.

Wie sieht es mit Ihrer Herbstgarderobe aus? Wissen Sie schon, was Sie in diesem Herbst tragen möchten, was Sie inspirieren wird und welche Dinge Sie durch die Saison begleiten sollen?

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  • Ich bin Irina Korunkova, Stilberaterin und Expertin für Image. Seit 2011 beschäftige ich mich mit Stil, Farbe und visueller Wirkung. Mehr Inspiration finden Sie auf meinem Instagram.
  • Sie möchten wissen, welche Farben Ihnen wirklich stehen? Hier erfahren Sie mehr über eine Farbberatung.
  • Ihren persönlichen Stil, passende Schnitte und eine klare Richtung für Ihre Garderobe finden wir gemeinsam im Rahmen einer Stilberatung.
  • Wenn Sie Ihren Kleiderschrank neu ordnen oder gezielt ergänzen möchten, begleite ich Sie beim Garderobencheck oder Personal Shopping.